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IHRF Concert Classic 2010

Zum Abschluss des 7. Internationalen Menschenrechtsforum Luzern (IHRF) fand am Mittwochabend, 19. Mai 2010 zum ersten Mal das IHRF Concert Classic im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) statt. Das Benefizkonzert verfolgt das Ziel, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Menschenrechte zu fördern und konkrete Menschenrechte zu unterstützen.

Maria João Pires mit dem Human Rights Orchestra

Human Rights Orchestra
Maria João Pires & Alessio Allegrini

Für die Premiere des IHRF Concert Classic durfte das IHRF das Human Rights Orchestra (HRO) willkommen heissen, das zusammen mit der portugiesischen Ausnahme-Pianistin Maria João Pires auftrat. Maria João Pires tritt regelmässig mit den weltweit besten Orchestern auf und spielte in den letzten Jahren an allen bedeutenden internationalen Festivals, unter anderem auch am Lucerne Festival im vergangenen Jahr. Der internationale Durchbruch gelang ihr 1970, als sie in Brüssel den internationalen Wettbewerb anlässlich des 200. Geburtstags Beethovens gewann. Seither hat sich Maria João Pires vor allem als Mozart-Interpretin einen Namen gemacht. Auch am IHRF Concert Classic hat sie ein Mozart Klavierkonzert interpretiert. Das Programm des IHRF Concert Classic umfasste neben dem Klavierkonzert Nr. 23 von Mozart die Coriolan Ouvertüre und 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven.

Das Human Rights Orchestra ist das Hauptorchester der Organisation Musicians for Human Rights (MfHR), die vom Hornisten Alessio Allegrini im Frühling 2009 zusammen mit einem namhaften Patronatskomitee gegründet wurde, dem Claudio Abbado, Antonio Abreu, Martha Argerich, Daniel Barenboim, Giorgio Battistelli, Julian Fifer, Hélène Grimaud, Daniel Harding, Diego Matheuz und Sir Simon Rattle angehören. Alessio Allegrini selbst ist einer der gefragtesten Hornisten und wird von weltweit führenden Dirigenten regelmässig als Solo-Hornist eingeladen. Allegrini gewann zudem diverse internationale Preise, ist Gast-Professor für Horn an der Royal Academy in London und hält Master Classes in ganz Europa, Südamerika und Japan.

Das Human Rights Orchestra, das neben einem Mozart Klavierkonzert die Coriolan Ouvertüre und 7. Sinfonie von Ludwig van Beethoven interpretierte, setzt sich aus Musikerinnen und Musikern aus verschiedenen Orchestern Europas zusammen – u.a. Lucerne Festival Orchestra, Berliner Philharmoniker, Wiener Philharmoniker, Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, Orchestra Mozart in Bologna und den Orchestern der Opernhäuser La Scala in Mailand und La Fenice in Venedig. Alle Künstlerinnen und Künstler engagieren sich ehrenamtlich für das HRO.

Mit Musik für Menschenrechte

© Priska Ketterer

Die Mission von Musicians for Human Rights (MfHR) ist die Förderung der Menschenrechte und die Unterstützung von Menschen in Not. Mit Konzerten, Residenzen und Lehrtätigkeit versuchen die MfHR eine breite Öffentlichkeit und insbesondere auch Kinder in eine Welt frei von Gewalt und geprägt von Kooperation, Diversität, Respekt und Hoffnung einzuführen. Zudem soll auf die Kluft zwischen der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der täglichen Realität hingewiesen werden. Damit verfolgt das HRO als Orchester die gleichen Ziele wie das IHRF Concert Classic.

Der Erlös des Benefizkonzerts geht zu Gunsten von „Afri Afya“, einem Konsortium von NGOs im Gesundheitsbereich, das insbesondere in ländlichen Gegenden in afrikanischen Staaten wie Kenia und Somalia aktiv ist. Afri Afya klärt die Bevölkerung mit Hilfe moderner und traditioneller Kommunikationsformen in Gesundheitsfragen auf, mit dem Ziel, sie vor tödlichen Krankheiten wie Aids, Malaria und Masern zu schützen.

Impressionen vom IHRF Concert Classic 2010